Jubiläumsfest
Aus Anlass der Grundsteinlegung des Haupthauses vor 100 Jahren feiert das Museum Koenig in Bonn am Samstag, 01.09.2012, und Sonntag, 02.09.2012, ein Jubiläumsfest. Neben der Sonderausstellung "100 Jahre Grundsteinlegung - das zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig" bietet der Programmteil "lebende Forschung" den Museumsbesuchern am Samstag und Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr sowie 14 und 16 Uhr die Möglichkeit, mit Wissenschaftlern in den Dialog zu treten und den Fachleuten direkt Fragen zu stellen.
Im Ausstellungsteil über die jetzigen Forschungsarbeiten erläutern beim Jubiläumsfest die Wissenschaftler, warum das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig und Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere heute noch ebenso wie zu Zeiten seines Gründers Alexander Koenig den Aufgaben von Forschung und Bildung gerecht wird. Denn im Angesicht des größten und schnellsten, durch den Menschen verursachten Artensterbens, das die Erde je erlebt hat, widmet sich das Forschungsinstitut der aktuellen Forderung nach einer schnellstmöglichen Erfassung der Artenvielfalt. Insbesondere weil nur ein Bruchteil der existierenden Arten heute bekannt ist, drängt die Zeit, Methoden zu entwickeln, mit denen schnell und effizient Arten im Gelände bestimmt werden können.
Doch letztlich verdankt dieses Museum seine Existenz dem Gründer und Zoologen Alexander Koenig. Mit der Grundsteinlegung eines neuen Museumsgebäudes am 3. September 1912, dem Geburtstage seiner Frau Margarethe, begann ein neues Kapitel in der faszinierenden Geschichte des Sohns des russischen Zuckerproduzenten Leopold Koenig, der damals die Villa Hammerschmidt besaß, die jetzt Dienstsitz des Bundespräsidenten ist. Ein neues und großes Naturkundemuseum sollte in Bonn entstehen, um den schnell wachsenden Sammlungen des Wissenschaftlers Platz zu verschaffen.
Die spannende und wechselvolle Geschichte wird in der Sonderausstellung "100 Jahre Grundsteinlegung - das zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig" in den Themenbereichen "Alexander Koenigs Forschungen", "Architektur", "Beschlagnahmung", "Eröffnung", "Nazizeit", "Nachkriegszeit", "Schaumuseum", "Personalentwicklung", "Sammlungen" auf etwa 250 m2 anhand von Originalstücken aus Alexander Koenigs Zeit, anhand von Großfotos, die von Originalbildern stammen und durch eine Animation präsentiert. Erstmalig wird der Öffentlichkeit ein Film von einer Expedition nach Spitzbergen gezeigt, die das Material und die Anregungen zum Bau eines besonders schönen Dioramas (Großschaukasten) erbrachte, das man auch heute noch in der Dauerausstellung sehen kann.
Im Jahr 1884 hatte Koenig die Exponate noch im Obergeschoss einer Villa unterbringen können, die ihm sein Vater geschenkt hatte. Ende des Jahrhunderts erwies sich der Platz als nicht mehr ausreichend und Koenig entwickelte ehrgeizigere Pläne. Er ließ um das Jahr 1900 zusätzlich neben seiner Villa ein Ornithologisches Museum errichten, um allen gesammelten Exponaten den angemessenen Rahmen zu verleihen. 12 Jahre später sollten schließlich die Baumaßnahmen beginnen, die darauf abzielten, ein großes Museum zu schaffen, das die außergewöhnlichen und spektakulären Schau- und Sammlungsstücke beherbergen sollte. Dabei war Alexander Koenig von Anfang daran gelegen, dass Skelette, aufgestellte Säugetiere und Vögel, Insekten sowie Eier oder andere Ausstellungsstücke nicht nur Erstaunen hervorrufen, sondern auch der Bildung der Allgemeinheit dienen sollten. Somit wurde das Museum Koenig sowohl ein Ort hochkarätiger Sammlungen und Wissenschaft als auch ein Ort der Wissensvermittlung und Bildung.
Aufgrund der relativ geringen Schäden am Haupthaus wurden die Räumlichkeiten nach dem zweiten Weltkrieg der Politik in der (provisorischen) Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland zugänglich gemacht. So fand die feierliche Eröffnung der konstituierenden Sitzung des parlamentarischen Rates am 01.09.1948 im repräsentativen Lichthof des Museums Koenig statt. 1949/50 nutzte Konrad Adenauer als erster Bundeskanzler der Bundesrepublik einige Monate das Arbeitszimmer Alexander Koenigs zum Führen der Amtsgeschäfte, der Hörsaal wurde zum Kabinettsaal. Bis 1955 waren Teile des Bundeskanzleramts, später auch des Auswärtigen Amts untergebracht. In einem Behelfsbau, der heute nicht mehr existiert, begann die Arbeit des "Amt Blank", des späteren Bundesministeriums für Verteidigung.
Programm:
Ein buntes und abwechslungsreiches Programm lädt die Museumsbesucher ein, sich mit den Forschungsthemen und der Geschichte des Museum Koenig auseinanderzusetzen. Der Park wird geöffnet und die Gäste sind zum Flanieren oder Ausruhen im Parkcafé eingeladen. Lebende Tiere werden präsentiert, denn schon Alexander Koenig hielt lebende Tiere zu Forschungszwecken. Führungen hinter die Kulissen geben Einblick in die derzeitigen Forschungsarbeiten und Kinderprogramme machen das Jubiläumsfest zu einem fröhlichen Familienerlebnis.
Der Eintritt ist an beiden Tagen
frei.
Teilnehmerkarten für die Führungen sind an der Kasse erhältlich.
Samstag 01.09.2012
11 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr:
"lebende Wissenschaft" In dieser Zeit besteht die Gelegenheit, mit Wissenschaftlern des Museum Koenig in den Dialog zu treten und den Fachleuten direkt Fragen zu stellen. "Was ist die Biodiversitätskrise, wie kann man die Artenvielfalt schützen?"
Oder eben auch "Wozu braucht man Biodiversitätsforschung überhaupt?" könnten die Gesprächsthemen sein. Auch andere spannende Erlebnisse aus dem Forscherleben dürfen angesprochen werden: "Sind bestimmte Untersuchungen gefährlich, wann sind die Wissenschaftler wo unterwegs und gibt es wirklich noch neue Arten zu entdecken?"
12 bis 16 Uhr:
Präsentation lebender Tiere: Im Tierhaus des Museum Koenig werden vor allem Reptilien und Amphibien gehalten. Daneben haben dort auch Insekten und Spinnen ein Zuhause. Zum Jubiläumsfest werden Sie im Park gezeigt und ihre Lebensweisen dargestellt.
13.30 Uhr:
Führung hinter die Kulissen: Vögel. Der Vogelkundler Alexander Koenig legte eine bedeutsame Sammlung an Vögeln an. Für die Ausstellungen ließ er viele Präparate aufstellen, die platzsparendere Variante war und ist das Lagern von sogenannten Bälgen. In dieser Führung steht neben der spannenden Geschichte des Museumsgründers vor allem die Tiergruppe der Vögel, die die Nachfahren der Dinosaurier sind, im Vordergrund.
14 Uhr:
Parkführung "Bäume". Mit vielen exotischen und alten Gehölzarten ist der Park ein botanisches Juwel, denn Gingko, Tomatenbaum, Fichten und andere Bäume ließ Alexander Koenig nach englischem Vorbild pflanzen.
14:30 Uhr:
"Animalia". Eine audiovisuelle Verdichtung von Natur, Kunst und digitaler Technik. Eine Anregung, uns berühren zu lassen von der Schönheit und dem Zauber unserer Mitgeschöpfe auf dem Planeten. Musik Marc Thal, Bilder Texte Choreographie H.P. Jansen
Dauer: 15 Minuten
15 Uhr:
Kinderführung "Sammelfieber" Auch die Kinder dürfen heute ein Mal in die Eiersammlung des Museum Koenig. Alexander Koenig hat von klein auf und auch als Erwachsener unzählige Dinge und vor allem auch (und oft heimlich) Vogeleier gesammelt. Wir zeigen, wie man eine wissenschaftliche Sammlung anlegt, katalogisiert und inventarisiert und achten dabei darauf, dass alles seine Ordnung hat. Bitte einen Schuhkarton mitbringen!
15.30 Uhr:
Führung hinter die Kulissen: Alexander Koenig und seine Vögel. Führung über das Leben des Gründers des Museum Koenig sowie den Sinn des Sammelns und der Sammlungen.
16 Uhr:
Führung hinter die Kulissen: Clas M. Naumann-Bau. Im sogenannten Naumann-Bau schlummern wahre Raritäten. Hier sind die Arthropodensammlungen (Sammlungen der Kerbtiere wie Schmetterlinge und Käfer) untergebracht. Doch auch andere wissenschaftlich wichtige Einrichtungen wie eine Bibliothek und Labore erfüllen wesentliche Funktionen bei der Durchführung der Forschung.
Sonntag 02.09.12
10:30 Uhr:
Führung hinter die Kulissen: Clas M. Naumann-Bau. Im sogenannten Naumann-Bau schlummern wahre Raritäten. Hier sind die Arthropodensammlungen (Sammlungen der Kerbtiere wie Schmetterlinge und Käfer) untergebracht. Doch auch andere wissenschaftlich wichtige Einrichtungen wie eine Bibliothek und Labore erfüllen wesentliche Funktionen bei der Durchführung der Forschung.
11 Uhr:
Familienführung durch die Sonderausstellung "100 Jahre Grundsteinlegung"
11:15 Uhr:
Führung hinter die Kulissen: Clas M. Naumann-Bau. Im sogenannten Naumann-Bau schlummern wahre Raritäten. Hier sind die Arthropodensammlungen (Sammlungen der Kerbtiere wie Schmetterlinge und Käfer) untergebracht. Doch auch andere wissenschaftlich wichtige Einrichtungen wie eine Bibliothek und Labore erfüllen wesentliche Funktionen bei der Durchführung der Forschung.
11 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr:
"lebende Wissenschaft" In dieser Zeit besteht die Gelegenheit, mit Wissenschaftlern des Museum Koenig in den Dialog zu treten und den Fachleuten direkt Fragen zu stellen. "Was ist die Biodiversitätskrise, wie kann man die Artenvielfalt schützen?"oder eben auch "Wozu braucht man Biodiversitätsforschung überhaupt?" könnten die Gesprächsthemen sein. Auch andere spannende Erlebnisse aus dem Forscherleben dürfen angesprochen werden: "Sind bestimmte Untersuchungen gefährlich, wann sind die Wissenschaftler wo unterwegs und gibt es wirklich noch neue Arten zu entdecken?"
12 bis 16 Uhr:
Präsentation lebender Tiere: Im Tierhaus des Museum Koenig werden vor allem Reptilien und Amphibien gehalten. Daneben haben dort auch Insekten und Spinnen ein Zuhause. Zum Jubiläumsfest werden Sie im Park gezeigt und ihre Lebensweisen dargestellt.
13 bis 16 Uhr:
"Sammelfieber" Mitmach-Station für die ganze Familie
Wer kennt das nicht: In den Hosentaschen sammeln sich alle möglichen nützlichen und weniger nützlichen Gegenstände an, im Koffer wurden Muscheln, Steine und andere Schätze vom letzten Urlaubsort transportiert und zuhause liegt schließlich vieles unsortiert in den Räumen. Doch die Stücke sollen verwahrt werden und auch Wochen nach dem Finden die Erinnerung an schöne Ereignisse wachrütteln. Alexander Koenig hat von klein auf und auch als Erwachsener unzählige Stücke und vor allem auch (und oft heimlich) Vogeleier gesammelt. Wir zeigen, wie man eine wissenschaftliche Sammlung anlegt, katalogisiert und inventarisiert. Bitte einen Schuhkarton und die persönlichen Sammelgegenstände (Steine, Knöpfe, Muscheln oder ähnliches) mitbringen!
Wer kennt das nicht: In den Hosentaschen sammeln sich alle möglichen nützlichen und weniger nützlichen Gegenstände an, im Koffer wurden Muscheln, Steine und andere Schätze vom letzten Urlaubsort transportiert und zuhause liegt schließlich vieles unsortiert in den Räumen. Doch die Stücke sollen verwahrt werden und auch Wochen nach dem Finden die Erinnerung an schöne Ereignisse wachrütteln. Alexander Koenig hat von klein auf und auch als Erwachsener unzählige Stücke und vor allem auch (und oft heimlich) Vogeleier gesammelt. Wir zeigen, wie man eine wissenschaftliche Sammlung anlegt, katalogisiert und inventarisiert. Bitte einen Schuhkarton und die persönlichen Sammelgegenstände (Steine, Knöpfe, Muscheln oder ähnliches) mitbringen!
14:30 Uhr:
Führung hinter die Kulissen: Clas M. Naumann-Bau. Im sogenannten Naumann-Bau schlummern wahre Raritäten. Hier sind die Arthropodensammlungen (Sammlungen der Kerbtiere wie Schmetterlinge und Käfer) untergebracht. Doch auch andere wissenschaftlich wichtige Einrichtungen wie eine Bibliothek und Labore erfüllen wesentliche Funktionen bei der Durchführung der Forschung.
15 Uhr:
Alexander Koenig und seine Vögel . Führung über das Leben des Gründers des Museum Koenig sowie den Sinn des Sammelns und der Sammlungen.
15:30 Uhr:
Führung hinter die Kulissen: Vögel. Der Vogelkundler Alexander Koenig legte eine bedeutsame Sammlung an Vögeln an. Für die Ausstellungen ließ er viele Präparate aufstellen, die platzsparendere Variante war und ist das Lagern von sogenannten Bälgen. Neben der spannenden Geschichte des Gründers steht vor allem die Tiergruppe der Vögel, die die Nachfahren der Dinosaurier sind, im Vordergrund.
14 Uhr und 15 Uhr:
Dr. Rainer Hutterer führt durch die von ihm konzipierte Sonderausstellung
100 Jahre Grundsteinlegung - das zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig
16 Uhr:
Führung hinter die Kulissen: Clas M. Naumann-Bau. Im sogenannten Naumann-Bau schlummern wahre Raritäten. Hier sind die Arthropodensammlungen (Sammlungen der Kerbtiere wie Schmetterlinge und Käfer) untergebracht. Doch auch andere wissenschaftlich wichtige Einrichtungen wie eine Bibliothek und Labore erfüllen wesentliche Funktionen bei der Durchführung der Forschung.
16 Uhr:
Parkführung: "Bäume". Mit vielen exotischen und alten Gehölzarten ist der Park ein botanisches Juwel, denn Gingko, Tomatenbaum, Fichten und andere Bäume ließ Alexander Koenig nach englischem Vorbild pflanzen.
Mit freundlicher Unterstützung der AKG
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